Von Mund zu Mund

Was beim Empfehlungsmarketing immer noch wichtig und was heute anders ist.


WoMM, kurz für „Word of Mouth Marketing“, war schon immer eines der wichtigsten Instrumente im Bereich Marketing. Aber meist eben eins, das sich nicht allzu gut beeinflussen lässt, außer durch dauerhafte gute Leistung, die empfehlenswert ist. Allerdings sollte das ja ohnehin selbstverständlich sein.

Heute ist das WoMM doch etwas besser steuerbar durch den mittlerweile mächtigen Bereich des Influencer-Marketings. Im Grunde eine abgeschwächte Version des Testimonial-Marketings, bei dem Prominente für ein Produkt Ihr Gesicht „hinhalten“ – und somit auch Ihr Image auf das Produkt abfärben lassen. Beim Influencer-Marketing berichtet der Influencer seiner Community über seine persönlichen Erfahrungen mit einem Produkt. Fast so, als würde man von einem Bekannten beim Stammtisch in der Kneipe um die Ecke, eine gute Creme empfohlen bekommen. Dabei neigen Influencer, die ein großes Publikum um sich herum haben und dem Promistatus schon sehr nahe sind, allerdings dazu, der Promi-Werbung nachzueifern, was dann leider zu verminderter Glaubwürdigkeit führt. Laut Marketing-Spezialisten ist dies aber kein k.o.-Kriterium für Werbe-Kampagnen. Wichtig sei einfach, auf vielen Kanälen unterwegs zu sein, denn nicht jeder ist nur online oder nur offline unterwegs. Um die größtmögliche Menge zu erreichen – und um das Empfehlungsmarketing zu unterstützen oder zu untermauern – ist es wichtig, mehrere Routen bei einer Kampagne “zu fahren”.

 

Bei Filmen, die in den Kinos neu starten, entscheidet allein das Marketing über das erste Wochenende, an dem diese in den Kinos gezeigt werden. Sind die Kinos in den ersten Tagen gut besucht, und entspricht die Qualität des Films dem Marketing, so kann man ziemlich sicher sein, dass sich auch nach ein paar Wochen die Menschen noch an den Kinokassen drängeln. Marketing baut schließlich immer aufeinander auf – und muss auch kurzfristig reagieren, wenn nicht vorhersehbare Dinge geschehen, um die Kontrolle nicht aus der Hand zu geben. So kann man auch das Empfehlungsmarketing ein Stück weit beeinflussen.

WoMM ist also durchaus sehr sinnvoll als Basis für Empfehlungsmarketing, allerdings nur dann, wenn das Produkt stimmt und hält, was es verspricht.

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